GENERATION M
Abgelegt unter: LebenGut, Fulda ist sicherlich keine Weltstadt und die modische Verwirrung der meisten Einwohner, primär von diversen Textildiscountern geprägt, trägt ihren Teil dazu bei, dass unser Stadtbild relativ unspektakulär daherkommt. Und doch habe ich, seit New-Yorker-Plastikfummel in Bahnhofsnähe ein Quartier gefunden hat, endlich wieder Spaß bei meinen täglichen Sozialstudien.
Es ist schon süß, wie 15-Jährige Britney-Spears-Timberlake-Plagiate nach Individualität schreiend mit den gleichen Uniformen durch die Stadt fallen. Das letzte Taschengeld für die SMS “Kommsde mit schopn?” ausgegeben und dann den noch nicht fertig entwickelten Körper erstmal mit Nikotin gefüttert.
Hach. Endlose Freiheit, die Eltern werden das Minus auf dem Konto schon ausgleichen. Hach, endlose Kommunikation, das T9 im Handy wird die verbeulten Sprachkenntnisse schon richten.
Okay. Jede Jugendbewegung hat ihre Ausprägungen und vielleicht bin ich mit 26 zu alt diese Wogen zu verstehen. Aber was bitte sollen Tokio Hotel o.ä. Bands denn für Ideale vermitteln? Metrosexualität jetzt schon mit 13? Gothik-Modemitläufer im Kindergarten. “Mama, darf ich heute das Pentagramm anziehen?” Also sehr verworren…
Nur um sicher zu gehen, habe ich mich mal einem Test unterzogen. Pfffh…scheine noch gerade so als Mann ohne weibliche Anfälle durchzugehen….
Und morgen regen wir uns zusammen über die kaputte Schulpolitik auf.
Es grüßt
die sackratte

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